Hitzefalle Auto

Heike MohnAktuelles

An warmen Tagen wird das Auto schnell zur tödlichen Falle…“Nur mal schnell ein paar Brötchen holen. So lange kann ich meinen Hund schon im Auto lassen“, denken viele. Doch man unterschätzt, wie schnell die Temperaturen im Auto steigen- selbst wenn es im Schatten steht. Und auch das Fenster einen Spalt offen zu lassen oder ihm einen Napf mit Wasser hinzustellen, reicht nicht aus.

Hunde können nicht so schwitzen, wie wir es tun. Sie haben nur wenige Schweißdrüsen im Pfotenbereich. Der Wärmeaustausch funktioniert über das Hecheln. Dabei verdunstet der Speichel und sorgt für Kühlung. Allerdings funktioniert dies nur bei entsprechender Außentemperatur. Bereits Temperaturen von um die 30°C werden kritisch.  Dann hecheln die Tiere immer stärker.  Trotzdem steigt die Körpertemperatur weiter an, das Herz-Kreislauf-System wird immer mehr belastet, der Puls steigt. Wie beim Menschen mit Hitzschlag kann es zu Erbrechen kommen. Steigt die Körpertemperatur weiter, ist das Herz-Kreislauf-System der Belastung nicht mehr gewachsen, das Gehirn und die Organe werden nicht mehr ausreichend versorgt. Es kann zur Ohnmacht und letztlich zum Tod führen.

Bei manchen Hunderassen wie Mops oder Bulldoggen, die häufig schon in Ruhe Atemprobleme zeigen, ist das Risiko, zu überhitzen, sogar noch höher.

Das alles dauert nicht stundenlang. US-Forscher haben 2010 untersucht, wie schnell es im Auto wie heiß wird. Die Ergebnisse waren beängstigend:

Vielleicht machen Sie einmal einen Selbstversuch und setzen sich ohne Klimaanlage eine Weile ins stehende Auto. Das wird sehr schnell unerträglich.

Im Falle eines Hitzschlages ist es wichtig, den Hund schnellstmöglich aus der Hitze zu nehmen und abzukühlen. Das funktioniert am besten, wenn Sie ihn mit Wasser übergießen, was im Bauchbereich und an den Beinen am effektivsten ist. Geben Sie ihm zu trinken, und wenn er sich nicht nach kurzer Zeit erholt, bringen Sie ihn zum Tierarzt.