RHD2-Impfung für Kaninchen am 23. März 2017

Heike MohnAktuelles

kaninchenWir bieten am 23. März 2017 Kaninchenbesitzern die Möglichkeit, ihre Tiere gegen RHD2 impfen zu lassen. Da der Impfstoff momentan nur in 40er Impfdosen erhältlich ist, versuchen wir mit dieser Sammelimpfung, die Kosten für den Einzelnen so gering wie möglich zu halten. Bitte vereinbaren Sie vorab einen Termin, damit wir planen können.

Termine unter 07371/9599885 oder über info@tierarztpraxis-mohn.de

Im letzten Jahr sind Infektionen mit RHD2 und auch Myxomatose im Reutlinger bzw. Ulmer Raum gemeldet worden. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die ersten Infektionen auch bei uns auftreten.

 

Was sind RHD und Myxomatose?

RHD (Chinaseuche) ist eine durch Insekten ( v.a. Stechmücken) übertragene Virusinfektion. Aber auch eine Übertragung über kontaminiertes Grünfutter ist möglich. Die Erkrankung verläuft häufig so schnell, dass z.T. keine Symptome auftreten und das Tier plötzlich tot im Käfig aufgefunden wird. Typische Symptome können sein: plötzliche Apathie und fehlender Appetit, gefolgt von hochgradiger Atemnot mit blutigem Nasenausfluss sowie blutigem Urinabsatz.

Auch  das Virus der Myxomatose (Kaninchenpest) wird über stechende Insekten (Stechmücken, Flöhe) oder kontaminiertes Grünfutter übertragen. Infizierte Tiere zeigen meist Schwellungen und Rötungen der Augenlider mit vermehrtem Tränenfluss. Im weiteren Verlauf gehen die Schwellungen auf Lippen, Ohrgrund, Nase und Nasenrücken über. Es kommt zu Schluckbeschwerden und Atemnot. Die Tiere fressen nicht mehr und magern ab.

Für beide Erkrankungen gibt es keine spezifische Therapie, weshalb der Vorbeugung einer Infektion durch Impfung die größte Bedeutung zukommt. Außerdem sollte der Kontakt zu Wildkaninchen verhindert, Grünfutter von kontaminierten Wiesen nicht verfüttert werden. Zusätzlich müssen stechende Insekten möglichst fern gehalten und bekämpft werden.